
20.04.2006, 22:36:28
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Seniorensender ZDF und ARD
Zitat:
Einerseits sind Best Ager eine angesagte Zielgruppe, andererseits dann auch wieder nicht. Jedenfalls schmücken sich Fernsehsender lieber mit jungen Zuschauern. Entsprechenden Zündstoff bietet denn auch eine neue Untersuchung des ProSiebenSat.1-Vermarktungsunternehmens SevenOne Media, die zeigen soll, dass die Zuschauer der öffentlich-rechtlichen Sender immer älter werden. Demnach ist das Durchschnittsalter der öffentlich-rechtlichen Zuschauer von 1995 bis 2005 um weitere vier Jahre auf 58 Jahre gestiegen.
"Selbst die gezielten Versuche von ARD und ZDF, ihre Programme auch für jüngere Zuschauer wieder attraktiver zu machen, tragen keine Früchte", frohlockt der Vermarkter. So seien die Zuschauer des ARD-Lifestyle-Magazins „Polylux“ im Durchschnitt 51 Jahre alt, das durchschnittliche Alter der ZDF-Talkshow „Blond am Freitag“ liege bei 55 Jahren. Auch im Vorabendprogramm macht die Studie eine Überalterung der Zuschauer aus: So betrage das Durchschnittsalter der Zuschauer der ARD-Daily Soap „Marienhof“ 52 Jahre. Das jüngste serielle Format von ARD und ZDF im Jahr 2005 in der Hauptsendezeit zwischen 17 und 23 Uhr war demnach die Teenager-Serie „Berlin, Berlin“ mit einem Durchschnittsalter von 48 Jahren. Selbst „Bravo-TV“ erreichte laut der Studie beim ZDF im Jahr 2004 durchschnittlich 46 Jahre alte Zuschauer. Nach dem Wechsel des Formats zu ProSieben im Jahr 2005 sank das Durchschnittsalter auf 34 Jahre.
Selbstredend weist die Studie darauf hin, dass die Zuschauer der Privatsender dagegen mit einem Durchschnittsalter von 43 Jahren 15 Jahre jünger als die öffentlich-rechtlichen Zuschauer sind. RTL, Sat.1, ProSieben & Co. treffen damit altersmäßig exakt die Mitte der deutschen Bevölkerung, deren Durchschnittsalter nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2005 ebenfalls 43 Jahre betrug.
Vor allem bei den jüngeren Zielgruppen hätten die gebührenfinanzierten Sender massiv an Zuschauern verloren: Zwischen 1995 und 2005 gingen laut der Studie die Jahresmarktanteile bei den 14- bis 19-jährigen Zuschauern von 23 auf 16 Prozent und bei den 20- bis 29-Jährigen von 25 auf 17 Prozent zurück. Im selben Zeitraum stiegen ihre Marktanteile bei den über 70-jährigen Zuschauern von 60 Prozent auf 71 Prozent (plus 11 Prozentpunkte). Insgesamt seien die Marktanteile der privaten Sender umso höher, je jünger die Zuschauer sind. Bei den öffentlich- rechtlichen Sendern öffne sich die Schere in entgegengesetzter Richtung: Je älter die Zuschauer sind, desto häufiger schalten sie ARD und ZDF ein.
So erreichten die öffentlich-rechtlichen Sender bei den 75-jährigen Zuschauern einen Marktanteil von 68,4 Prozent, die Privatsender 29,4 Prozent. Die Privatsender dagegen verzeichnen bei den 14-jährigen Zuschauern einen Jahresmarktanteil von 81 Prozent, die öffentlich-rechtlichen Sender von 15,9 Prozent . Insgesamt sind laut SevenOne Media über 70 Prozent der Zuschauer von ARD und ZDF über 50 Jahre alt (ARD: 72,4 Prozent, ZDF: 75,3 Prozent). Der prozentuale Zuschaueranteil bei den jungen Zielgruppen unter 30 Jahre, der 28,6 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmacht, liegt bei ARD (6,7 Prozent) und ZDF (5,5 Prozent) dagegen bei unter 7 Prozent .
Auch die Daily Soaps im öffentlich-rechtlichen Werberahmenprogramm zwischen 17 und 23 Uhr seien deutlich älter als die der Privatsender. So sehen zum Beispiel „Verbotene Liebe“ (ARD) im Durchschnitt 55 Jahre alte Zuschauer, bei „Gute Zeiten, Schlechte Zeiten“ (RTL) dagegen sind sie 43 Jahre alt. Selbst mit ihren Nachrichtensendungen würden ARD und ZDF bei jüngeren Zuschauern zunehmend an Boden verlieren. Nach Marktanteilen führt in der Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen „RTL Aktuell“ mit 18,3 Prozent vor der ARD-„Tagesschau“ (13,6 Prozent) und den „Sat.1 News“ mit 12,1 Prozent. Die ProSieben „Newstime“ erzielte mit 9,1 Prozent höhere Marktanteile als „heute“ vom ZDF, das 7,5 Prozent der 14- bis 49-jährigen Zuschauer erreicht .
Quelle: Seven_One Media
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Aber zumindest bleiben die Zuschauer im Dritten ihren Sendern anscheinend bis ins hohe Alter treu.
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